Im Jahr 2010 kommen auf alle Vermieter der Gemeinde Sylt Neuerungen im Bereich der Gästekarte zu. Aufgrund der Fusion war es erforderlich, die drei unterschiedlichen Kurabgabesatzungen zu einer gemeinsamen Satzung für die Gemeinde Sylt zusammenzuführen. Entsprechend wird ab 1. Januar 2010 jeder Gastgeber auch im Ortsteil Westerland die Kurabgabe seiner Gäste selbst einziehen, abführen und dem Urlauber die Gästekarte aushändigen. Eine Dienstleistung, die alle anderen Inselorte auf Sylt bereits seit Jahren praktizieren und die für die Gemeinde Sylt ein zwingend notwendiges einheitliches Ortsrecht schafft. „Eine für den Ortsteil Westerland abweichende Regelung ist weder rechtlich haltbar, noch ist sie für unsere tägliche Arbeit umsetzbar“, erläutert Bernd Glage, Leiter der Touristischen Abgabeabteilung der Gemeinde Sylt, diese Maßnahme. Gleichzeitig wird die veraltete bettenbezogene Gästekarte eingestellt und durch ein neues personalisiertes Gästekartensystem mit Bonussystem für die gesamte Gemeinde Sylt ersetzt.
„Dieser Schritt war dringend notwendig, denn das bisher in Sylt-Ost und Rantum eingesetzte Gästekartesystem war für uns nicht akzeptabel, da wichtige Software-Bausteine nicht vorhanden sind“, bestätigt Bürgermeisterin Petra Reiber. „Somit waren gesetzliche Vorgaben nicht erfüllt und erst die Umstellung auf das neue System verschafft der Gemeinde Sylt die notwendige Rechtssicherheit“, ergänzt Reiber „Selbstverständlich ist uns bewusst, dass den Gastgebern der Gemeinde Sylt durch die personalisierte Kartenausstellung eine gewisse Mehrarbeit entsteht. Wir halten dies aber für vertretbar, profitiert doch der Vermieter unmittelbar von jedem einzelnen Übernachtungsgast“, so Reiber weiter.
„Mit der Einführung des neuen Systems erreichen wir eine Anpassung an den europäischen Service-Standard. Davon profitieren nicht nur unsere Urlauber, sondern auch die Gastgeber, indem sie ihren Gästen eine nachhaltige Qualitäts- und Serviceverbesserung anbieten können“, ist sich auch Peter Douven, der GF der ISTS, der zentrale touristischen Dienstleister, sicher.
Denn durch die neue personalisierte Gästekarte kommt der Gast in den Genuss von weiteren Vorteilen: Die neue hochwertig gestaltete Karte im Scheckartenformat erspart ihm nicht nur den Weg zur Gemeinde oder den Servicestellen der ISTS. Neben den klassischen Basisleistungen beinhaltet sie auch Ermäßigungen, die Urlauber der ehemaligen Gemeinden Sylt-Ost, Rantum und Westerland bei Vorlage der Gästekarte erhalten. Denn abgesehen von den bewährten kostenlosen Privilegien, wie freier Strandzugang oder Konzerte in der Musikmuschel, bietet der Insel Sylt Tourismus-Service (ISTS) exklusive Angebote zu vergünstigten Konditionen an. So z. B. ermäßigte Preise im Freizeitbad Sylter Welle, im Day-Spa des Syltness-Center, im Kinderclub Villa Kunterbunt und bei vielen Veranstaltungen und Vorträgen. Zusätzlich wird die Gästekarte sukzessive gemeinsam mit regionalen und überregionalen Kooperationspartnern zu einer attraktiven Bonuskarte ausgebaut. Ziel ist es, bis März 2010 gut ein Dutzend Rabattpartner zu gewinnen. Die Urlauber können dann beim Einkauf oder bei der Verköstigung bei namhaften Sylter Anbietern kräftig sparen und die Vorteilsangebote überregionaler Markenpartner der ISTS nutzen. „Dadurch steigern wir die Wertigkeit der Gästekarte enorm und können den hohen Anforderungen unserer Gäste an eine Premium-Destination endlich gerecht werden“, freut sich Peter Douven.
Aber nicht nur die Bedürfnisse der Gäste stehen für die ISTS im Vordergrund: beim Ausfüllen der Meldescheine und Erstellen der Gästekarte hat sich die ISTS auf die individuellen Ansprüche der Gastgeber eingestellt. „Zukünftig wird es zwei Varianten geben, die dem Vermieter das Ausfüllen per PC oder manuell ganz einfach möglich machen“, erläutert Bernd Glage die neue Systematik. „Da wir derzeit noch mitten in der Systemumstellung und Einrichtung sind, bitten wir alle Vermieter um Verständnis, dass wir die ausführlichen Anleitungen und Erläuterungen erst Anfang des Jahres 2010 versenden können“, erklärt Bernd Glage abschließend.
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