Erste gemeinsame Tourismusbilanz des STS
Rekordbilanz trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten: Das sensationelle Ergebnis an Gästen und Ankünften des Jahres 2007 konnte Westerland auf Sylt im Vorjahr nicht nur halten, sondern sogar noch leicht verbessern. So stiegen die Übernachtungen, die 2007 zum ersten Male die Drei-Millionen-Marke überschritten hatten, im Jahr 2008 noch einmal um 0,6 Prozent auf 3,025 Millionen. Auch Rantum hat ein erfolgreiches Jahr hinter sich: Die Gästezahl stieg um sensationelle 16,3 Prozent auf gut 70.000. Bei den Friesendörfern dagegen ist das Bild getrübt. Keitum musste einen dramatischen Rückgang der Gästezahlen um 7,16 Prozent hinnehmen. Das belegt die von der Sylt Tourismus-Service GmbH veröffentlichte erste gemeinsame Tourismusbilanz.
Jugend fasziniert von Westerland
Insgesamt reisten in 2008 359.860 Gäste nach Westerland, immer noch gut 9.000 mehr als 2007. Dazu kamen noch einmal über 178.000 Tagesgäste. Um fast 21 Prozent wuchs dabei die Zahl der Kinder, die Ferien in Westerländer Kinderheimen verbrachten, nämlich 2.287. Die Zahl der Camper stieg um 6,9 Prozent auf 12.637. Allerdings reisten die Camper etwas früher ab als 2007: Die Übernachtungen sanken um 0,8 Prozent auf gut 107.000. Die Aufenthaltsdauer der Übernachtungsgäste, die in den besten Jahren einmal zehn Tage und mehr betrug und dann gefallen war, zog wieder leicht an und belief sich 2008 auf 8,4 Tage.
Nordrhein-Westfalen an erster Stelle
Sylt und damit auch Westerland ist eindeutig das Ziel deutscher Urlauber. Lediglich rund 4.000 Auslandsgäste wählten Westerland als Feriendestination, 4,7 Prozent mehr als 2007. Das ist ein Anteil von 1,23 Prozent. Aber die Verweildauer sank von 7,2 auf 6,2 Tage, was den Ausländer-Übernachtungen ein Minus von fast zehn Prozent bescherte. Die meisten deutschen Gäste, fast ein Drittel, reiste aus Nordrhein-Westfalen an. Auf Platz zwei lagen Gäste aus Niedersachen (fast 20 Prozent) und Schleswig-Holstein (knapp 12 Prozent). Hessen kam auf 9 Prozent, Hamburg auf 8,62 Prozent. Es folgen auf der Hitliste Baden-Württemberg mit 7,23 Prozent und Bayern mit 6,16 Prozent. Berlin liegt mit einem Anteil von 4,59 Prozent auf Rang acht. Die Ostdeutschen haben Sylt noch nicht für sich entdeckt: Keines der neuen Bundesländer bringt es auf einen Anteil von einem Prozent.
Die meisten Betten stehen in Appartements
Die meisten der Westerländer Betten stehen in Ferienappartements, nämlich 16.500; das sind 63 Prozent. In dieser Zahl sind auch die gut 5.000 Betten enthalten, die von Zweitwohnungsbesitzern ausschließlich zur Eigennutzung vorgehalten werden. Jedes fünfte Kopfkissen wird für Urlauber von Privatvermietern aufgeschüttelt. In Hotels und Hotels garni stehen insgesamt acht Prozent der Urlauberbetten. Die Gästeverteilung sieht anders aus: Nur 40 Prozent der Urlauber wohnen in einem Ferienappartement, jeder vierte nimmt sich eine Privatunterkunft. Hotels und Hotels garni bringen es auf 23 Prozent der Gäste. Bei den Übernachtungen verschiebt sich das Kräfteverhältnis noch einmal: 45 Prozent entfallen auf Ferienappartements, 25 Prozent auf Betten der Privatvermieter. In Hotels übernachten 13,21 Prozent der Urlauber.
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